PPL Theorie
Kommunikation

Freigaben und Verfahren am Flugplatz

Lektion 3 von 5, etwa 4 Minuten

Am kontrollierten Flugplatz bewegst du dich nur mit Freigabe: rollen, auf die Piste rollen, starten, landen. Auf einer Piste begegnen sich startende und landende Flugzeuge, deshalb sind Missverständnisse hier besonders gefährlich. Der schwerste Unfall der Luftfahrtgeschichte, 1977 auf Teneriffa, begann mit einem missverstandenen Funkspruch zum Start. Zwei Schutzmechanismen sollen so etwas verhindern: das Zurücklesen und reservierte Wörter.

Zurücklesen: Fehler fallen sofort auf

Liest du eine Anweisung zurück, hört der Lotse, ob du sie richtig verstanden hast, und kann sofort korrigieren. Immer zurückgelesen werden:

  • Freigaben und Anweisungen zum Aufrollen, Starten, Landen, Kreuzen, Halten vor und Zurückrollen auf einer Piste,
  • die Piste in Benutzung, Höhenmessereinstellungen, Transpondercodes und neue Frequenzen,
  • Höhen-, Kurs- und Geschwindigkeitsanweisungen.

Die Rücklesung endet mit deinem Rufzeichen. Wind-, Wetter- und Verkehrsinformationen liest du nicht zurück; du bestätigst sie nur.

Reservierte Wörter

Das Wort „take-off“ fällt nur in der Startfreigabe („cleared for take-off“) und wenn eine Startfreigabe aufgehoben wird („cancel take-off“). Sonst heißt es „departure“, etwa „ready for departure“. So kann keine harmlose Meldung als Startfreigabe missverstanden werden. „Line up and wait“ bedeutet: auf die Piste rollen, ausrichten und warten – das ist keine Startfreigabe. „Hold short of runway 25“ heißt: vor der Piste 25 anhalten.

Bedingte Freigaben

Um Zeit zu sparen, verknüpft der Lotse eine Freigabe manchmal mit einer Bedingung, etwa „behind landing Cessna on short final, line up runway 25 behind“. Die Freigabe gilt erst, wenn die Bedingung erfüllt ist – hier also, wenn die landende Cessna an dir vorbei ist. Die Bedingung liest du mit zurück. Siehst du das genannte Flugzeug nicht, sagst du das, statt zu raten.

Positionsmeldungen und RMZ

In der Platzrunde meldest du deine Position nach ihren Teilstücken, etwa „downwind runway 25“ oder „final runway 25“.

PisteAbflugQuerabflugGegenanflugQueranflugEndanflug
Die englischen Namen der Teilstücke – downwind, base, final – sind genau die Begriffe, die du in Positionsmeldungen verwendest.

Vor dem Einflug in eine RMZ meldest du dich auf der veröffentlichten Frequenz; eine Freigabe brauchst du nicht. Der Erstanruf enthält gerufene Stelle, Rufzeichen, Muster, Position, Höhe und Absicht, zum Beispiel: „Musterstadt Info, D-EAKM, Cessna 172, 5 miles south, 2000 feet, entering RMZ for landing.“ Danach bleibst du hörbereit, solange du in der RMZ bist.

Das Wichtigste

  • Zurücklesen: Freigaben und Anweisungen zum Aufrollen, Starten, Landen, Kreuzen, Halten vor und Zurückrollen auf Pisten; Piste in Benutzung, Höhenmessereinstellung, Transpondercode, neue Frequenz, Höhen-, Kurs- und Geschwindigkeitsanweisungen.
  • Die Rücklesung endet mit dem eigenen Rufzeichen.
  • „TAKE-OFF“ nur in der Startfreigabe oder beim Aufheben einer Startfreigabe; sonst „departure“, z. B. „ready for departure“.
  • „LINE UP AND WAIT“ = auf die Piste rollen, ausrichten und warten – keine Startfreigabe.
  • Bedingte Freigaben gelten erst, wenn die Bedingung erfüllt ist; die Bedingung wird mit zurückgelesen.
  • Erstanruf vor dem Einflug in eine RMZ: gerufene Stelle, Rufzeichen, Muster, Position, Höhe und Absicht.

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